Zucht - Uwes Pfirsichkoepfchen

U.Eberhardt
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Zucht

Die Zucht von Pfirsichköpfchen ist gar nicht so problematisch. Wie in der Natur auch suchen sich Pfirsichköpfchen ihren Partner auch in Volieren immer selbst. Allerdings kann man das in der Gefangenschaft etwas steuern, in dem man einfach einen Henne und einen Hahn nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zusammen in eine Voliere setzt. In der Regel werden sie sich schon nach kurzer Zeit zusammen arrangieren. So kann ein Züchter auch eine eventuell gewünschte Farbnuance im Zuchtergebnis erzielen.

Ein für die Zucht vorgesehenes Pärchen sollte niemals die gleichen Eltern haben, dann bestünde die Gefahr von Inzucht. Grundsätzlich ist bei Pfirsichköpfchen kein Geschlechtsunterschied zwischen Henne und Hahn zu erkennen. Deshalb lasse ich von meinen Vögeln eine Geschlechtsbestimmung bei der Firma "Taurus Diagnistik" in Bielefeld vornehmen. Während der Jungvogelphase, aber nach der Beringung und bevor die Vögel flügge sind, entnehme ich jedem Vogel zwei Schwanzfedern und stecke sie in eine kleine Tüte und sende diese dann nach Bielefeld. Innerhalb von 2 bis 4 Tagen bekommt man dann die Geschlechtszertifikate per Post zugesandt. ACHTUNG! Die Federn bitte nur mit einer Pinzette berühren, damit der Geschlechtstest durch Verunreinigungen nicht verfälscht wird.

Pfirsichköpfchen sind Höhlenbrüter und benötigen deshalb Nistkästen. Ich verwende Nistkästen für Wellensittiche aus UNBEHANDELTEM Fichtenholz. Wellensittiche sind ebenfalls Höhlenbrüter und haben fast die gleiche Größe wie Pfirsichköpfchen. Jedes Pärchen braucht eine Nistgelegenheit, mehr nicht. Natürlich muss auch das entsprechende Nistmaterial zur Verfügung stehen. Dabei sind Pfirsichköpfchen nicht sehr wählerisch. Sie nehmen alles, was in irgendeiner Form für ihr kleines Vogelheim praktisch oder nützlich ist, Grashalme, abgeknabberte Rinde von Ästen und Zweigen, ganze Zweige und sogar Äste, bei mir auch Teile von abgeknabberten Wäscheklammern aus Holz, eigene Federn usw....

Sollte dann alles passen, können die ersten Ergebnisse so aussehen:

Jetzt sollte man die Vögel so wenig wie möglich stören. Nach und nach werden die Küken schlüpfen. Es werden etwa 6 Eier gelegt. Nach 22/23 Tagen schlüpfen die ersten Jungvögel und verlassen nach 40 Tagen die Nistkästen. Meistens ist dann schon die Folgebrut der Elterntiere voll im Gang. Pfirsichköpfchen können drei bis vier Bruten im Jahr haben. Ich beschränke mich auf zwei Bruten, um die Muttertiere nicht zu sehr zu schwächen. Denn diese benötigen nach jeder Brut auch immer wieder Erholungspausen. Nach 6 Monaten sind Pfirsichköpfchen komplett ausgefärbt. Im Alter von etwa 10 Monaten sind sie dann für weitere Nachzuchten geeignet. Ideale Zuchtpaare sollten aber nicht älter als 5-6 Jahre sein.

Bei den ersten Brutereignissen kann es auch passieren, dass die Jungvögel es nicht schaffen, ihre Eier zu verlassen. Ursache dafür ist oftmals die fehlende Feuchtigkeit im Nistkasten.
Herrscht im Nistkasten eine entsprechend hohe Luftfeuchtigkeit, ist auch die Schale der Eier etwas feucht, damit elastisch und die Küken haben es leichter, die Eier zu verlassen. In der Regel sorgt jede Henne für genug Feuchtigkeit, in dem sie ihr Gefieder an der Tränke befeuchtet und sich damit auf das Gelege setzt. Übrigens habe ich diesen Kleinen auf den Fotos in unserem Hausgarten feierlich beerdigt. Er war mein erster Zuchtmisserfolg.

Ich persönlich greife nicht in das Brutgeschehen ein. Von Handaufzuchten halte ich bei Pfirsichköpfchen auch nichts. Es sollte alles einfach so geschehen, wie es sein sollte. Handaufzuchten haben es in einem Schwarm oftmals sehr schwer und werden dort zu Außenseitern und können schließlich auch eingehen.

Nach etwa 2 Wochen können die Jungvögel beringt werden. Die dafür nötigen Ringe und die Ringzange habe ich vom Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. "FFZ" in Wiesbaden bezogen. Auch das für eine Zucht erforderliche Zuchtbuch erhält man dort. Seit Oktober 2011 ist für die Zucht von Pfirsichköpfchen keine Zuchtgenehmigung notwendig. Somit ist es auch nicht mehr zwingend, ein Zuchtbuch zu führen. Jedoch ist es für die eigene Ordnung und Übersicht sehr empfehlenswert.


Ich habe mir außerdem ein sehr nützliches Computerprogramm "Ziervogelscout" zugelegt. Damit habe ich einen noch besseren Überblick über meine kleine Vogeltzucht und es ist so auch möglich, festzustellen, welche Vögel aus der eigenen Zucht geeignete Zuchtpärchen wären.
neue Version "Ziervogelscout"

aktualisiert am: 17.11.2020 Autor & Datenpflege: Uwe Eberhardt Phone: +49 170 7566025 Mail: Uwes-Pfirsichkoepfchen@web.de
aktualisiert am: 16.05.2017 Autor & Datenpflege: Uwe Eberhardt Phone: +49 170 7566025 Mail: Uwes-Pfirsichkoepfchen@web.de
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